PR-Gefluester

PR-Geflüster

11. November 2019
https://twitter.com/OnlineNachricht
(https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/werbesprech-marketing-leidet-unter-burnout/25187008.html?share=twitter)
Marketing leidet unter Burnout https://wiwo.de/25187008.html?share=twitter Anmerkung von mir: Nicht alles was modern oder hip erscheint, macht auch (unternehmerisch) Sinn!

9. November 2019
Das Schreckgespenst, die Datenschutzgrundverordnung
Die nachfolgende Ausführung ist meine Kurzinterpretation der mehrstündigen Veranstaltung, zu der die Koblenzer Rechtsanwaltskammer eingeladen hatte, bei der ich mich hier herzlich bedanke.

Das Kürzel DSGVO wird noch immer höchst unterschiedlich interpretiert und diskutiert, weshalb ich an dem Journalistenseminar - Thema DSGVO der Rechtsanwaltskammer Koblenz – teilgenommen habe.
Da die Veranstaltung vorrangig von Journalisten und Redaktionsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern besucht war, entwickelte sich die Veranstaltung schnell zu einem lebhaften und informellen Workshop, in dem der Fachjurist detailliert auf die Fragestellungen und Fallbeispiele der Teilnehmer praxisrelevant einging und dabei viel Licht in die trockene Materie brachte.
Als eine der zahlreichen wichtigen Erkenntnisse, die ich für mein Tagesgeschäft mitnehme, ist, dass die DSGVO für Abmahnvereine und Kanzleien kein lukratives Betätigungsfeld sein dürfte, da die komplexe Materie u.a. nationales Recht, Landerecht und auch die Landesmediengesetzte tangiert.
Wer mit Daten und Informationen gewissenhaft, fair und transparent umgeht, und dabei nachvollziehbar dokumentiert, dürfte sich auf sicherem Terrain bewegen.
Bei konkreten Fragen und Unsicherheiten empfahl der Vortragende, den Zuhörerinnen und Zuhörern, sich an das Gremium der Datenschutzkonferenz zu wenden.

 

na.news aktuell, Quelle: journalist, Nr. 10, Oktober 2019, Seite 44
Ein Unternehmen der dpa-Gruppe

JOURNALISTEN SIND WICHTIGER ALS INSTAGRAMMER UND YOUTUBER
Bedeutungsverlust der klassischen Medien? Diesen gibt es nicht, wenn es nach dem Trendreport 2019 von news aktuell geht.
Danach sind Journalisten für die Arbeit von PR-Profis noch immer mit großem Abstand die wichtigsten Adressaten. Instagrammer, und YouTuber haben für Pressestellen und PR-Agenturen eine weitaus geringere Relevanz. In Zeiten von Social Media und dem weit verbreiteten Hype um das Thema Influencer ist das ein überraschendes Ergebnis!
Der Grund dafür liegt auf der Hand: Journalismus ordnet ein, hinterfragt und hält sich an Fakten - das liegt in der Natur aller Medienvertreter und ist tagtägliche Praxis in den Redaktionen.
Genau dafür genießt der Journalismus nach wie vor ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und genau deshalb sind Medienmacher so wichtig für PR-Schaffende.
Eine Veröffentlichung über das eigene Unternehmen bei einer etablierten Medienmarke ist dann von größerem Wert. Ein gutes Netzwerk an Journalisten ist also für PR-Profis nach wie vor unbezahlbar!

19. September 2019
In der Messe- und Kommunikationsbranche kursiert seit Kurzem eine provokante Meinung: Wer sich digital nicht präsentiert, existiert nicht.

Quelle: Auszug aus den Presseunterlagen zum Branchentalk der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH am Dienstag, 17. September in München.
Dazu der Trendforscher Prof. Peter Wippermann. „Unternehmen müssen zur Marke werden, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu positionieren“, riet er beim Branchentalk in München. Das „Employer Branding“ sei entscheidend für Unternehmen, um als Arbeitgeber attraktiv für neue zu sein und bestehende Mitarbeiter zu bleiben. Dies könne auf vielerlei Art geschehen. Wichtig, um junge Nachwuchskräfte zu erreichen, seien vor allem die Social-Media-Kanäle – und natürlich, sich dort als attraktiver und moderner Arbeitgeber zu präsentieren. „Wer sich digital nicht präsentiert, existiert nicht. Denn die soziale Kommunikation läuft heutzutage über Smartphones. Unternehmen können Jugendliche zum Beispiel mit Videos für den Beruf begeistern. Und falls ein Unternehmen innovative Hilfsmittel wie Drohnen einsetzt, ist es absolut sinnvoll, das auch zu zeigen“, so Peter Wippermann.

Meine Anmerkungen dazu: Es sollten nützliche und autentische Informationen in Worten, Bildern und Videos angeboten werden. Wass nützen blumige Worte, aufgehübtschte Fotos und zahlreiche Versprechungen, die in der Realität nicht erlebbar und somit beweisbar sind? Nichts, sie führen zuerst in ein gesteigertes Interesse, dann Frustration und schlechte Bewertungen folgen.

7. Dezember 2018
Die „Kraft“ der Geschichten oder wie es im Fachjargon genannt wird, das Storytelling.

In Bezug zu den Diskussionen zu Abgasen, Dieselkraftstoff und Dieselmotoren wurde das Thema in dem Magazin „firmenauto“, Ausgabe Dezember 2018 auf einer Seite mal beleuchtet.

Quellenangaben: Seite 10 firmenauto, Dezember 2018, Kolumne: Axel Schäfer

Die durch Medien transportierten Bilder von dichtem Stadtverkehr und qualmenden Auspuffrohren haben sich in unser Gedächtnis gebrannt.
Gespickt mit den Schlagwörtern »Dieselkrise«.»Feinstaubalarm« und »Fahrverbot« ist das Urteil noch vor den Fakten gefällt.

Der Mensch hat ein schlechtes Gedächtnis und das Gehirn vereinfacht deswegen gerne. Vor allem bei abstrakten Dingen. Unter Firmenleitsätzen wie »Wir sind kundenorientiert« kann sich der Endverbraucher schlecht etwas vorstellen.
Neuromarketing-Experte Hans-Georg Häusel bringt es auf den Punkt- »Bei allem Abstrakten kotzt unser Gehirn«, meint er.
Auf der anderen Seite werden vereinfachte Geschichten, die mit Bildern transportiert werden, gerne für bare Münze genommen und gespeichert.
Ist die Meinung dann erst mal gefestigt, dann haben es Argumente schwer.
Selektive Wahrnehmung und Reduktion der kognitiven Dissonanz nennen das die Psychologen und Hirnforscher, »Storytelling« ist daher eines der besten Instrumente für professionelle Kommunikatoren.
Wenn die Kameras also ständig an den umstrittenen Messstationen stehen, auf Diesel-Logos und qualmende Auspuffrohre halten, können Fakten ganz falsch interpretiert werden.

Wie kann es sonst sein, dass Dieselfahrzeuge durch Fahrverbote Umwege fahren müssen - und dadurch noch mehr Abgase produzieren -, nachweislich ökologisch hundertfach schlechtere Kreuzfahrten aber der Renner der Reisebranche werden? Wie kann es sein, dass Kerzen (Aussage von KIT-Prof. Thomas Koch) und eine Zigarette (laut Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha) mehr Schadstoffe freisetzen als Dieselfahrzeuge in Stunden, es aber niemand wissen will?

Elektrofahrzeuge kommen hingegen positiv weg, weil die CO2-intensive Stromproduktion aus Kohlekraftwerken ausgeblendet wird. Erst nach mehr als 100.000 gefahrenen Kilometern kommen diese auf die gleiche Ökobilanz wie Dieselfahrzeuge - und können sich dann sauberer nennen. Seltsam, oder?

Die Kolumne geht natürlich noch weiter, aber beschäftigt sich dann nicht mehr mit der Kraft von bebilderten Geschichten, die Meinungen in die eine wie auch die andere Richtung prägen und manifestieren können.

Fazit: Wer langfristig an einem positiven Image (Reputation) für seine Produkte, Dienstleistungen und für sein gesamtes Unternehmen interessiert ist, kommt an wahren und guten Geschichten, inkl. guten Dokumentationsfotos (keine Werbeaufnahmen) nicht vorbei, genauso wenig an der zahlreichen Veröffentlichungen in glaubwürdigen Kanälen (Medien).  


4. November 2018

Das Tollhaus der Verlage, deren Medien und die Verdrängung klassischer Werbeformen durch radikales PR-Verhalten, inklusive der staatlichen Marktverzerrungen für Print und gegen Online.

In dem Bericht im Fachmagazin „journalist“ in der Novemberausgabe ist zu lesen, dass bspw. die taz ab 2022 nur noch zum Wochenende als Printausgabe erhältlich sein könnte, bedingt durch den Rückgang an Print-Abonnenten.

So weit so gut oder auch nicht. Nun wird es aber spannend, denn nachdem Landwirte staatliche Hilfen forderten und nun die Binnenschifffahrt, wegen anhaltendem Niedrigwasser, auf Subventionen schielt, kommen Verlagshäuser auf die Idee, noch mehr staatliche Unterstützung zu fordern.

Zitat des Artikels, Seite 57:
Sollte der Vertrieb überregionaler Zeitungen gefährdet sein, könnte auch staatliche Hilfe in Betracht kommen. Nach einer Darstellung des Bundestages sind Pressesubventionen in Europa nicht unüblich. Aufgezählt wurden Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande und Schweden. In Schweden gibt es ausdrücklich Beihilfen für den Vertrieb von Zeitungen. In Frankreich rettete der Staat schon mehrfach das Vertriebsunternehmen Presstalis. Zuletzt kündigte die französische Regierung im März 2018 ein neues „Darlehn“ in Höhe von 90 Millionen Euro an.

Auch in Deutschland erhielt der Zeitungsvertrieb bereits staatliche Unterstützung. Bisher ging es allerdings um die Zustellung der Zeitungen in die Briefkästen, die sogenannte letzte Meile. Als 2015 der Mindestlohn eingeführt wurde, konnten die Verleger eine Ausnahme für Zeitungszusteller erreichen. Für diese Gruppe wurde der Mindestlohn über drei Jahre gestaffelt eingeführt. Neue Unterstützung ist im aktuellen schwarz-roten Koalitionsvertrag vorgesehen. Bei Zustellern, die Minijobber sind, soll der Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung zunächst fünf Jahre lang von 15 auf 5 % ermäßigt werden.

Dieser Situation steht gegenüber, dass immer mehr Unternehmen, die sich sonst werblich zeigten und auf ihre Produkte, Dienstleistungen etc. werblich aufmerksam machten, nur noch auf PR-Kampagnen setzen.

Besonders auffällig scheinen die Kampagnen von Unternehmen in prosperierenden Märkten wie zur Zeit der Bau und die Immobilien. Es geht mittlerweile so weit, dass Verkaufsangebote in PR-Texte gepackt werden, wie nachfolgendes Beispiel dokumentiert:

2. November 2018 um 12:26 Aktuelle Pressemitteilung:  - Start des Vertrieb für das Projekt  .........

Stuttgart/Zug, 02. November 2018. Die .......... startet den Verkauf für ihr Projekt ........., das zum Vertriebsstart umbenannt wurde und jetzt ....... heißt. Das Unternehmen entwickelt und realisiert in unmittelbarer Nachbarschaft der berühmten ........ ein Wohnensemble bestehend aus drei modernen, zeitlos schönen Häusern mit ..... Eigentumswohnungen für hochwertiges Wohnen. Verantwortlich für den Vertrieb ist  .......... . Der Baubeginn soll im Frühjahr 2019 erfolgen; für die Fertigstellung ist Herbst 2020 avisiert… (siehe PDF und Bilder anbei)


Aus Einbahnstrassen werden meist Sackgassen.

Leistungsschutzrecht der Presseverleger – David gegen Goliath, wie bspw. gegen die US-amerikanischen Internetgiganten.
Quelle: journalist, Oktober 2018
Das EU-Parlament hatte im September bei der Abstimmung für ein Leistungsschutzrecht der Presseverleger – das wie die Blaupause der deutschen Regelung aussehen soll - gestimmt. Jedoch führt diese Regelung zu keinen nennenswerten Einnahmen der Medien und der Verleger.Mit dem LSR soll erreicht werden, dass die Werbeerlöse von Suchmaschinenbetreibern und anderen ähnlichen Internetdienstleistern teils an die Medienunternehmen und Contentlieferanten, rund um Onlineanzeigen und „Keyword“-Angeboten, fließen.Das Ergebnis dazu aus dem öffentlich zugänglichen Transparenzbericht der Verwertungsgesellschaft (VG) Media: Den Einnahmen von rund 30.000 Euro aus der Wahrnehmung des Presseleistungsschutzrechts, stehen Kosten zur Durchsetzung des Presseschutzrechts in Höhe von 2,25 Mio. Euro gegenüber.

Medien Lust oder Medien Frust?
Immer wieder ist der Meinung zu begegnen, dass es in Europa und vor allem in Deutschland zu viele Fachzeitschriften und Onlinemedien gibt. So weit, so gut.
Ein Stöhnen über zu zahlreiche TV- und Hörfunkmöglichkeiten und auch Angebote im Internet habe ich jedoch noch nie etwas vernommen.
Deshalb habe ich dazu recherchiert:

Fernsehsender (Quelle: https://de.statista.com/themen/765/fernsehsender/)
Fernsehsender können einerseits in private und öffentlich-rechtliche Sender, andererseits in Free-TV und Pay-TV-Sender eingeteilt werden. Im Januar 2016 konnten durchschnittlich 74 TV-Sender pro Haushalt in Deutschland empfangen werden. Insgesamt gibt es mehr als 410 Programme im deutschen Fernsehen.

Radiosender (Quelle: https://de.statista.com/themen/591/radio/)
Jeder Deutsche kommt im Durchschnitt auf eine tägliche Radiohördauer von knapp drei Stunden (Stand: 2017). Insgesamt gibt es 420 Radiosender in Deutschland. Davon sind 248 private und 66 öffentlich-rechtliche Radioprogramme.

Anzahl der Tageszeitungen in Deutschland in ausgewählten Jahren von 1954 bis 2017 (Quelle = https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36376/umfrage/anzahl-von-tageszeitungen-in-deutschland-seit-1965/)
Diese Statistik zeigt die Entwicklung der Anzahl der Tageszeitungen in Deutschland in ausgewählten Jahren von 1954 bis 2017. Im Jahr 1954 wurden insgesamt 225 Tageszeitungen (publizistische Einheiten) in Deutschland herausgegeben. 60 Jahre später wurden laut BDZV nur noch 129 Tageszeitungen veröffentlicht.
    
Yellow Press (Quelle = http://www.topfvollgold.de/regenbogenhefte-sind-ein-shoppingerlebnis/)
Prof. Dr. Andreas Vogel ist Presseforscher und Gründer des “Wissenschaftlichen Instituts für Presseforschung und Medienberatung”. Dort beschäftigt er sich seit 20 Jahren vorrangig mit der Pressegattung der Publikumspresse, zu der er auch die Regenbogenhefte zählt.
Die Regenbogenpresse ist heute ein stark fragmentiertes Segment, das unterscheidet sie von anderen Objektgruppen. 1975 teilten sich gerade mal zehn, zwölf Titel den gesamten Markt, in den 1990er-Jahren waren es 16, heute sind es rund 50. Da laufen nicht alle Titel hervorragend, aber einige Verlage machen sicher einen guten Schnitt.
                    
Fachmedien weiter auf Wachstumskurs: Erneute Umsatzsteigerung in 2016 (Quelle = http://www.deutsche-fachpresse.de/markt-studien/fachpresse-statistik/)
Positive Geschäftsentwicklung: Deutsche Fachmedienhäuser verzeichnen in 2016 ein Umsatzplus von 2,4 Prozent. Damit setzen sie ihren Erfolgskurs der letzten Jahre fort (2015: +3,2 Prozent; 2014: +1,3 Prozent). Insgesamt steigt der Gesamtumsatz deutscher Fachmedienhäuser in 2016 um 80 Millionen Euro auf insgesamt 3,43 Milliarden Euro. Dieser Anstieg basiert überwiegend auf den Vertriebserlösen digitaler Medien. Aber auch Print überzeugt die Märkte: Die Zahl der Fachzeitschriftentitel klettert erstmals auf mehr als 4.000 Titel. Fachzeitschriften sind weiterhin stärkstes Umsatzsegment und stehen für über die Hälfte des Fachmedienumsatzes.

Digitale Medien bleiben stärkster Wachstumstreiber
Digitale Medien tragen am meisten zum Gesamtwachstum von insgesamt 80 Millionen bei. Dieser Anstieg ist überwiegend durch die Vertriebserlöse digitaler Medien verursacht (59 Mio.). Die Werbeerlöse digitaler Medien tragen mit 9 Millionen zum Wachstum bei. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Wachstum der digitalen Medien von 8,6 Prozent auf nun 9,6 Prozent. Ihr Anteil an den Gesamtumsätzen beträgt damit 21,0 Prozent (720 Mio. Euro).

Mit 87,2 Prozent trug der Vertrieb digitaler Medien in 2016 deutlich stärker zum Wachstum bei als im Vorjahr (2015: 59%). Dagegen tragen die Werbeerlöse von Webseiten nur zu 13,8 Prozent zum Wachstum bei (2015: 40%). E-Books wuchsen abermals geringer als im Vorjahr um 1,9 Prozent (2015: +6 %).

Über 4.000 Fachzeitschriftentitel sorgen für Kundennähe
Ein starkes Plus verbucht zudem wieder die Anzahl der Fachzeitschriftentitel am Markt. Nachdem diese in 2015 bereits um 1,8 Prozent gestiegen war, steigt die Gesamtzahl in 2016 um weitere 3,2 Prozent auf 4.016 Titel. Die höchste je durch die Fachpresse-Statistik gemessene Titelzahl bestätigt, dass Fachmedien ihre Zielmärkte durchdringen und vielfältige Angebote für ihre Kunden machen.
Ergebnisse der Fachpresse-Statistik 2016: http://www.deutsche-fachpresse.de/fileadmin/fachpresse/upload/bilder-download/markt-studien/fachpresse-statistik/2016/Fachpressestatistik_2016_Final.pdf     
                                                                        

Pressekonferenzen = Zeitverschwendung

„Der Frust vieler Journalisten spiegelt sich im Medien-Trendmonitor 2017 wider, für den die dpa-Tochter News Aktuell und die Kommunikationsagentur Faktenkontor mehr als 1.700 Journalisten befragt haben. Pressekonferenzen rangieren demnach bei der Frage nach den wichtigsten Informationsmitteln, die Unternehmen und Organisationen für Journalisten liefern müssen, nur noch auf dem vorletzten Platz. Selbst Pressemeldungen 44 % und eine aussagekräftige Webseite 31 % gelten als relevanter. Zu einem ähnlich eindeutigen Ergebnis kommt eine gemeinsame Umfrage des PR-Agenturnetzes …… „

Quelle: journalist; Das Medienmagazin, Ausgabe 11/2017

Anmerkung: Kritisch denkende PR- und oder Marketingleiter/ -innen der Unternehmen und Organisationen mögen mal über kaufmännische Aspekte von Medien nachdenken. Auch sie agieren am Markt um vernünftig wirtschaften zu können und nicht um schwarze und bunte Krümel auf Papier und oder Bildschirme zu streuen.

Zitat eines verantwortlichen Chefredakteurs eines namhaften Verlages für Fachmagazine, anlässlich einer Arbeitstagung: Verlage (und Medien) leben (vorrangig) von Themen begleitenden Werbemaßnahmen.

Die Seuche der bestellten Wahrheiten
Content Marketing simuliert unabhängigen Qualitätsjournalismus und das schadet den Medien.

Nur mit einer neuen Ethik für die boomende Werbeform kann der Verlust an Glaubwürdigkeit
gestoppt werden, sagt Hans-Peter Siebenhaar.
Dem schließen wir uns - creativ-pr24.de - an und fügen hinzu, dass es zusätzlich beim Storytelling auf umfassende und gute Recherche ankommt, damit keine Fantasiegeschichten bis hin zu Fakenews generiert werden. Das ist sehr zeitintensiv und auch langwierig, aber es gilt: Gut Ding will Weile und Ausdauer haben.  .........
............. Dabei ist Glaubwürdigkeit die härteste Währung in einem Medienmarkt, der sich mitten in der digitalen Disruption befindet. ..........  Das haben auch viele Unternehmen erkannt. Sie produzieren ihre eigenen Inhalte, egal ob digital, gedruckt oder visuell. Längst hat der Paradigmenwechsel eine blühende Industrie des Content Marketings geschaffen, mit eigenen Kanälen - vom aufwendig produzierten Magazin bis zum hippen Youtube-Kanal.

Content-Marketing-Plattform ARD und ZDF
Auch bei uns ist vieles - beinahe unbemerkt - in Schieflage geraten. Durch ihre Staatsnähe sind ARD und ZDF zu einer Art Plattform des Content Marketings des Staates mutiert. Mit der Umstellung auf die Haushaltsgebühr vor wenigen Jahren haben die Parteien alle Bürger verpflichtet, bis zu ihrem Tod mit jährlich rund 8 Milliarden Euro den opulentesten öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Europa zu finanzieren. Im Gegenzug zum pekuniären Freibrief wurde die personelle, strukturelle und ökonomische Symbiose zwischen Rundfunkanstalten und Staat vertieft.   .......  mit dem langjährigen BR-Intendanten Ulrich Wilhelm der frühere Regierungssprecher von Angela Merkel zum Jahreswechsel den ARD-Vorsitz.  ............  ZDF-Moderator Steffen Seibert wurde bereits vor sieben Jahren von Merkel zum Chef des Bundespresseamtes ........

Dazu passt die Studie auf den Seiten 82 - 83, die wie folgt titelt: "Ich hab's auf Facebook gesehen". Digitalnutzer können sich oft nicht erinnern, bei welchen Medienmarken sie Inhalte gelesen haben.  
 
Quelle: KRESS PRO, Ausgabe 07/2017
 

Die Content-Marketing-Branche in Deutschland meldet Wachstumsraten von fast 10 % im Jahr.

Die Basisstudie des Branchenverbandes Content Marketing Forum (CMF) zeigt, dass Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Ausgaben für Content Marketing von 2014 auf 2016 um knapp 19 % auf 6,9 Milliarden Euro pro Jahr gesteigert haben.

Der Begriff „Content Marketing“ ist vor einigen Jahren aus den USA nach Deutschland importiert worden und hat mittlerweile den Ausdruck „Corporate Publishing“ (CP), ein Geschäftsfeld der klassischen Magazin-Verlage, verdrängt. Doch es ist ein Schlagwort, unter dem unterschiedlichste Dienstleister unterschiedliche Dienstleistungen verstehen.
Der Verband CMF bemüht sich um einen einheitlichen Sprachgebrauch und nennt folgende Merkmale für Content Marketing: Es handelt sich um eine „Unternehmens-, Marken-, Produkt- und Mitarbeiterkommunikation“, die von „relevanten, redaktionellen Inhalten“ getrieben sei, „alle verfügbaren Medienkanäle“ einsetze und eine messbare Wirkung habe.

Quelle: Das Medienmagazin „journalist“, Nummer 09, September 2017


Wenn man wirklich was zu sagen hat, muss es nur einmal gesagt werden.
Zitat von Constantin Seibt zu Gossage, der ihm bei seinem Start-up „Republik“ den Erfolg von 14.000 Abonnenten und rund 3,1 Mio. Euro in nur wenigen Wochen brachte: Du kannst deinem Publikum vertrauen. Du kannst darauf vertrauen, dass es intelligent ist, dass es klug ist, dass es Spaß versteht und dass es mitmacht, wenn du etwas wirklich Gutes lieferst. Quelle: KRESS PRO, Ausgabe 05/2018, Seite 11

Kurzauszüge aus der aktuellen Ausgabe der „kress pro“, Ausgabe 2017/#03

- Statement der Medienmanagerin des Jahres beim Gespräch mit „kress pro“ und als Keynote Speaker beim European Newspaper Congress zur Versöhnung von Journalismus und dem Renditestreben: Viele unserer Marken arbeiten auch digital profitabel. Der digitale Umsatzanteil im Anzeigengeschäft liegt inzwischen bei mehr als einem Viertel.

- Nerds und Blogger halten Einzug in die Pressearbeit bei Daimler. Beim European Newspaper Congress sagt Daimler-Kommunikationschef, warum er trotzdem hofft, dass es immer Journalisten geben wird. Unsere Kommunikation ist in den vergangenen Jahren besser geworden, weil hier Journalisten unter anderem für Journalisten arbeiten. Das ist nicht zu unterschätzen, und wird immer wichtiger, nur wer versteht was draußen passiert kann es beeinflussen.

- Warum Content Marketing den Unternehmen die Glaubwürdigkeit raubt. Denn (nur) kritischer Journalismus sichert die Glaubwürdigkeit der Objekte journalistischer Berichterstattung (und damit auch die Glaubwürdigkeit authentischer Öffentlichkeitsarbeit.) (meine Ergänzungen)

 

Erweiterung der Verwertungskette bei Printmedien – außerhalb der Verpackungslösung für Fisch, Fleisch und Gemüse auf dem Markt

Zweitverwertung hin oder her, solange elektrische Energie fließt und die Internetverbindung funktioniert, sind elektronische (Fach-)Informationen unschlagbar. Vor allem was die Durchsuchbarkeit, das Archivieren und permanente Verfügbarkeit betrifft.

Auch das Branchenmagazin „kress pro“ hat sich in seiner Ausgabe 1-2017 mehrfach dieser Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven angenommen und auch Praxisbeispiele aufgezeigt.
Als Praxisbeispiel wird unteranderem auf der Magazinseite 40, das Malerfachblatt „Farbe und Lacke“ aufgeführt.  Seit Sommer 2016 bietet der Verlag ergänzend zum Printwerk den elektronischen Zugriff auf sämtliche Inhalte des Fachverlages, der vergangenen fünf Jahre. Dafür hat der Verlag „Vincentz Network“ aus Hannover eine Bibliotheken-Lösung installiert.

Ein paar Zeilen weiter wird das Fallbeispiel einer ganzheitlichen Informationsverwertung aus Print in online bei der „Washington Post“ angeführt.

Die Frage: „Warum Informationen überhaupt noch abgedruckt werden, statt sie ausschließlich online zu präsentieren“?, liegt aus meiner Sicht ausschließlich in der Wertschöpfung, da werbende Unternehmen für Onlinewerbung weniger ausgeben wollen und Verlage die, teuer recherchierten und aufbereiteten, Informationen gerne zweimal verwerten möchten.
Leider ist der Trend, dass im Internet alles kostenlos angeboten werden soll/muß noch ungebrochen. Und, leider erhalten schwachsinnige Videoclips, zeitraubende Selbstdarstellungen von Netzwerknutzern mehr Aufmerksamkeit als wichtige und nützliche Fachinformationen, was dem Image von Internetinformationen abträglich ist. 
Als Quelle genutzt: kress pro, Ausgabe 2017/01.


Das Urheberrecht bringt Nervosität und Aktionismus
Das Urheberrecht und seine (berechtigten) Auswirkungen auf das Tagesgeschäft von Redaktionen, PR-Büros, PR-Agenturen und Pressestellen.
Aufgrund praktischer Erfahrungen sowie den intensiven persönlichen Kontakten in die gesamte Kommunikationsbranche ist festzustellen, dass versucht wird, sich nach allen Seiten, mit mehr oder weniger juristischen Kenntnissen, abzusichern.
So haben beispielsweise PR-Agenturen und PR-Abteilungen ihre PR-Portale mit Zugangscodes belegt, um erst nach umfassender Identitätsprüfung und dem Abspeichern sämtlicher Eingabedaten den Zugang zu gewähren oder zu verwehren. Erst danach ist es möglich in dem betreffenden „Redaktionsportal“ nach passenden Beiträgen zu recherchieren. Dabei müssen bei dem einen oder anderen Informationsvermittler sogar umfassende AGB akzeptiert werden.
Ob diese Praxis seitens der Redaktionen, die tagtäglich mit Hunderten von Beitragsangeboten überhäuft, werden auf Akzeptanz stößt bleibt abzuwarten.
Die Beitragsangebote, die wir im Kundenauftrag den Redaktionen als „Stoff“ für ihr Medium anbieten, sind zuvor umfassend recherchiert, mit den Beteiligten im Vorfeld abgesprochen und genehmigt, so dass die Beitragsangebote den Kolleginnen und Kollegen der Redaktionen frei zur Verfügung stehen. Um die Medien weitergehend zu unterstützen, werden die Beitragsangebote weder in sozialen Netzwerken gepostet und auch nicht in den Suchmaschinen eingetragen.


Service, Qualität und Kompetenz versuchen Große meist mit Arroganz zu kompensieren
Je größer die (PR-)Agentur, je namhafter das Unternehmen, desto unprofessioneller ist das Kommunikationsverhalten. So das Ergebnis aus über neun Jahren Redaktionstätigkeit.

Aus der jüngsten Vergangenheit:
Bei Kommunikationsprofis dürfte bekannt sein, dass angebotene Fotos, Grafiken und Beitragsvisualisierungen mit eindeutigen und verlässlichen Quellenangaben zu versehen sind.
Dennoch werden von den „Großen“ „Presse-Kits“ in Umlauf gebracht, bei denen die Angaben zu den Motiven differieren. Im Textdokument sind andere Quellenangaben formuliert als im Dateinamen des Motives und im Header der Motivbeschreibung, ersichtlich wenn das Motiv abgespeichert wird.
In dem hier anonymisiert geschilderten Fall, ist sogar entgegen den Angaben in dem Objektbericht in den Bilddateiangaben vermerkt, dass seitens des Fotografen bei Nutzung des Motives, im Zusammenhang mit dem Beitrag ein Honorar fällig wird.
Erst nach Wochen hat sich der Pressesprecher dieses Unternehmens gemeldet und mitgeteilt, dass die gekauften Bildrechte nur für Eigenpublikationen des Unternehmens gelten.
Weder ein Dank für unsere Rückfrage, noch eine Entschuldigung für den Fauxpas, war in der kurzgefassten E-Mail notiert – halt ein echter Kommunikationsprofi.

Native Advertising oder NATIVE ADS – dieser Thematik gibt das Fachmagazin „journalist“ in seiner Ausgabe 1-2016 auf sechs Seiten Raum.

Wir greifen das Thema auf, da wir seit Jahrzehnten den Anspruch „nützliche Inhalte“ zu generieren erfolgreich umsetzen und uns in unserer Zielsetzung einmal mehr bestätigt sehen.

Nützliche und lesenswerte Inhalte benötigen Unternehmen und Institutionen jedoch nicht nur für eine erfolgreiche PR, sondern generell für ihre Kommunikationsschienen, so beispielsweise auch für ihre eigenen Internetseiten und Newsletter, um zwei Möglichkeiten zu benennen.

Die sechsseitige Abhandlung über Native Advertisement zeigt, dass nützlicher Content unabdingbar ist, für eine erfolgreiche und lang wirkende Kommunikationsstrategie.
Zum Generieren inhaltvoller Texte gehört, aus unserer Sicht, Leidenschaft, Interesse am Produkt, dem Unternehmen und seinen Mitarbeiter/-innen für das geleistet wird, Fachverständnis sowie Einsatz, um wichtige Inhalte aufzuspüren und zielgruppengerecht umzusetzen.
Flotte Sprüche und großformatige Abbildungen, aus Anzeigen bekannt, sind wichtig, aber schon lange nicht mehr ausreichend, um im (Verdrängungs-)Wettbewerb der Kommunikation langfristig bestehen zu können.
Dabei spielt der Kommunikationskanal keine Rolle, ob in gedruckten Magazinen oder in Online-Kanälen.

Advertorials / Native Ads sind präsent.

Zitat aus der Fachzeitschrift „journalis“, Ausgabe 1/2016, Seite 14.
-> Ein Zahlenbeispiel, wenn auch ein hochgegriffenes: Springer verlangt laut Mediadaten für eine Native Ad auf bild.de samt Verbreitung über die Mobilseiten bis zu 115.000 Euro. Laufzeit: rund vier Wochen. Knapp 6.000 Euro nimmt Springer allein fürs Texten, Visualisieren und Erstellen der Anzeige.
Zum Vergleich: Eine ganzseitige Anzeige in der Welt kostet rund 45.000 Euro.
Native Ads sind salonfähig geworden. International schon lange: New York Times, Guardian, Washington Post – noch drei Argumente, die es schwer machen dagegenzuhalten.
Vor zwei Jahren konnten sich große deutsche Nachrichtenseiten wie Spiegel Online, Zeit Online und Süddeutsche Zeitung kaum vorstellen, Native Ads jemals auf ihren Seiten mitlaufen zu lassen.
Heute gibt es sie in Rheinform beim Spiegel-Online-Ableger bento.de beim Zeit-Online-Ableger ze.tt – und selbst sz.de-Chefredakteur Stefan Plöchinger kann sich das inzwischen bei jetzt.de vorstellen, dass spätestens Anfang Februar nach einem Relaunch neu an den Start gehen soll. <-

Nützliche Inhalte erobern wiedermal die Medien – was uns freut, da sich diese Erkenntnis mit unserer Ansicht, mit unserem Anspruch deckt:
Zum unternehmerischen Erfolg führen marktgerechte Produkte und Dienstleistungen - aber auch eine kontinuierliche und niveauvolle Kommunikation, die zielgerichtet nach innen und außen wirkt.


Der Arbeitskreis Baufachpresse e. V. ist ein europäisches Kommunikationsnetzwerk und fördert die fachliche und kollegiale Kommunikation der Mitglieder.
Der Arbeitskreis versteht sich als brainpool, aus dem neue Ideen und Trends von und zu den Mitgliedern transportiert werden.

Der DJV - mehr als eine Gewerkschaft
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), 1949 gegründet, vertritt die berufs- und medienpolitischen Ziele und Forderungen der hauptberuflichen Journalistinnen und Journalisten aller Medien. Er ist politisch wie finanziell unabhängig und handelt ohne sachfremde Rücksichtnahmen. Der DJV achtet und fördert die publizistische Unabhängigkeit seiner Mitglieder.

Die Kombination aus Gewerkschaft und Berufsverband hat sich bewährt. Dafür stehen rund 39.000 DJV-Mitglieder aus allen Bereichen des Journalismus.